Bioabfall liefert Energie für die grüne Wende
Wenn Sie Ihren Lebensmittelabfall zu Hause oder in einer Umweltstation trennen, wird er gesammelt und zur Umschlagstation von Fugato in Snogebæk transportiert.
Von hier wird der Bioabfall zur Gemidan in Ølstykke* transportiert, wo er vorbehandelt wird. Große Verunreinigungen wie Plastiktüten, Dosen und andere falsch sortierte Gegenstände werden entfernt, damit der Bioabfall bestmöglich verwertet werden kann.


Von Lebensmittelabfällen zu Biopulp
Nach der Vorbehandlung wird der Lebensmittelabfall mit Wasser vermischt und in eine dicke, gräuliche Masse umgewandelt, die als Biopulpe.
Der Biobrei wird anschließend gesiebt, damit die letzten Reste von Plastik und anderen Verunreinigungen entfernt werden. Danach wird er zu einer Biogasanlage auf Seeland transportiert.
Gute Sortierung gibt mehr Biogas
Wenn der Biopulp frei von zu vielen Verunreinigungen ist, kann die Biogasanlage bis zu 150 m³ Biogas pro Tonne Abfall – entsprechend ungefähr 230 kWh Energie. So können Ihre Lebensmittelabfälle zu Biogas mit einem Energiegehalt umgewandelt werden, der etwa dem Stromverbrauch eines durchschnittlichen Haushalts für 3 Wochen entspricht.
Zirka 15 % der Lebensmittelabfälle besteht aus Kunststoff und anderen Verunreinigungen, die nicht zu Biopulp umgewandelt werden können. Dieses Restmaterial wird zur Verbrennung gegeben.
Je besser die Lebensmittelabfälle getrennt werden, desto mehr Biogas kann produziert werden. Daher ist es wichtig, dass Reste von Plastik, Alufolie und anderen Materialien nicht in den Lebensmittelabfällen landen.
Auf Bornholm werden jedes Jahr etwa 3.000 Tonnen Haushaltsabfall, die in grüne Energie umgewandelt werden kann.
Wusstest du, dass …
Wenn der Biopulp seine Energie in der Biogasanlage abgegeben hat, bleibt ein nährstoffreiches Restprodukt zurück, das als Gärrest.
Digestat kann als Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt werden und ist auch für den Einsatz im ökologischen Landbau zugelassen.
Warum benutzen wir Plastiktüten und keine Bioposer?
Auf Bornholm muss Lebensmittelabfall in gewöhnlichen Plastiktüten abgegeben werden. Die Tüten werden nämlich während der Vorbehandlung aussortiert, bevor die Lebensmittelabfälle wiederverwendet werden.
Bioposer bietet daher keinen Vorteil im aktuellen Behandlungsprozess.
Die Madaffälle werden nach Seeland geschickt, da es wirtschaftlich nicht möglich war, auf Bornholm eine Vorbehandlungsanlage zu errichten.

